Für Kinder ab ca. drei Jahren ist der Treffpunkt ab 8 Uhr am großen Bauwagen. Sind alle Waldzwergerl versammelt, beginnen wir mit einem gemeinsamen Morgenkreis. Bei besonderen Anlässen besuchen uns schon mal die Minizwergerl. Dann ziehen wir los zu unseren Plätzen wie in den Fichtenwald oder zu unseren Weihern.

Oder wir bleiben am Bauwagen und beschäftigen uns mit dem Treff für die großen Zwerge, Märchenkreis, Werktag oder einfach Freispiel. Danach treffen wir uns zur gemeinsamen Brotzeit, in der kalten Jahreszeit im Bauwagen. Danach gibt es wieder Freispielzeit mit angeleiteten Angeboten, wenn wir uns beim Bauwagen befinden.
Gegen mittag machen wir einen Abschlusskreis bei welchem die Erlebnisse des Tages besprochen werden, Lieder gesungen und Kreisspiele gespielt werden. Er kann auch mal unterwegs an einem besonders schönen Platz stattfinden.

Spätestens um 12:30 Uhr sind wir wieder zurück, die Kernzeit ist vorbei und die Kinder können von ihren Eltern abgeholt werden.

Wir feiern Geburtstag, erleben Wetter und den Jahreslauf der Natur hautnah, machen Ausflüge ins Theater oder zum Bauernhof und beschäftigen uns immer wieder mit verschiedenen Projekten (wie zum Beispiel Museum).

Interessierte können jederzeit mit Voranmeldung einen Tag mit uns im Wald verbringen.

 
 
 
Katharina
staatl. geprüfte Erzieherin

Leitung Waldkindergarten und Kindergartengruppe

Bisherige Tätigkeiten
In meinem Anerkennungsjahr habe ich in einem Jugendwohnheim für gehörlose und gehörgeschädigte Jugendliche/Erwachsene gearbeitet. Zudem leitete ich eine Hausaufgabenbetreuung in einer Hauptschule mit Förderschwerpunkt Hören. Erfahrungen konnte ich in verschieden Bereichen sammeln, unter anderem in einem Montessori-Integrations- Kindergarten und in einem Jugendzentrum. Seit Oktober 2011 führe ich die Gruppe Waldgeister.

Motto
"Auch der weiteste Weg beginnt mit dem ersten Schritt" (chinesische Weisheit)

 
Caroline
Viele Jahre habe ich als Kinderpflegerin Kinder und Jugendliche mit Mehrfachbehinderungen betreut und gefördert. Meine Elternzeit nutzte ich zur Weiterbildung zur Kunsttherapeutin. In den vergangenen zwei Jahren leitete ich gemeinsam mit meiner Schwester eine Sinneswerkstatt für Kinder in einem Atelier in Dachau an.

"Wenn Du liebst, was Du tust, wirst Du nie wieder in Deinem Leben arbeiten. (Konfizius)"

 
Ursula
Erzieherin, Märchenerzählerin, EKP-Leiterin

Bisherige Tätigkeiten
Anerkennungsjahr in der Jugendarbeit, Gruppendienst im Regelkindergarten und Hort, Kindergartenleitung, Leitung einer EKP-Gruppe und einer Gruppe des Bund Naturschutz, Beschäftigungstherapie im Altenheim

Motto
"Mit Humor geht vieles besser..."

 
Marlene
FÖJ Praktikantin
 

Wochenbericht 7.5.-11.5.2012

Unstimmigkeiten, wie gehe ich damit um.... Das ist unser Thema diese Woche. Wir bearbeiten dazu Bilderbücher und unsere Erzieher basteln ein wunderbares Projekt dazu, das noch nicht fertig ist. Klar, wir haben auf der Festplatte, also unserer Gehirnzwiebel, also unserem Stammhirn aus dem Zeitalter der Mammutjagd noch mitgenommen: einer muss der Stärkste sein, der Beste, der Anführer, der Boss, der, der sich durchsetzt. Da lernen wir gerne, wie wir uns an die heutige Zeit anpassen. Da zu beschäftigen wir uns mit Bilderbüchern, dem großen bösen Wolf, der lieber doch lernen will wie er nett werden kann, weil es  immer jemand gibt, der größer und stärker ist. Das heißt  „ Ich bin der Stärkste im ganzen Land.“ Auch unser langjähriger Freund „ Der Regenbogenfisch“ ist wieder dabei. Wir lernen, dass teilen und gemeinsam etwas machen schön ist und Spaß macht und uns weiter bringt.

Zahlen, Zahlen, Zahlen, wir sind jetzt im Programm „Zahlenwald“ von Professor Preiss bei der „zwei“ gelandet und mit dem Zahlenweg gelingen uns schon richtig anspruchsvolle Rechenaufgaben.

Bücher, Bücher, Bücher – wir haben unser Bibliotheksprojekt in der Dachauer Hauptstelle mit Frau Drexlmaier beendet und unser „Bücherwürmchen“ gemacht. Ein Zertifikat mit Prüfung bei Ursula. Wir sind jetzt fit für die Bücherausleihe in einer modernen Bibliothek. Tonnen von Büchern haben wir auch ausgeliehen und  über einen eigenen Büchereiausweis verfügen wir auch.

Justus, der Fuchs gehört seit dieser Woche zu uns: er ist aus Plüsch und ein rechtes G`scheithaferl. Der weiß ALLES, was man sich nur vorstellen kann … oder auf was man sich für uns thematisch vorbereiten kann. Caroline steckt  dahinter, bzw. mit ihrem Unterarm drin ( sie meint, wir wüssten das nicht......aber wir sind ja auch gescheit, nicht bloß der Justus !! )

Irgendwie geht es uns ganz schön gut!

Wochenbericht 30.4.-4.5.2012

Mai, oh Mai, wir feiern dich. Warum peilen wir zwar nicht genau, die gängigen Internetenzyklopädien auch nicht. Tradition halt, die Bajuwaren und die Germanen  haben sich da verewigt und die Großen in Bayern tun`s halt auch. Wir feiern sowieso gern.  Alle Waldkindergartengruppen zusammen, ein Marienkäferlied der Kleinen, ein selber gedichtetes Gstanzl von uns und wir alle zusammen haben das Abschlusslied gesungen. Auf jeden Fall hat es Spaß gemacht in Tracht zu erscheinen, die Eltern fast alle dabeizuhaben  und sogar die Seniorinnen und Mitarbeiter des Pflegeheims Kursana , die wir Weihnachten zum Plätzchenbacken besucht haben, waren mit dabei. Ebenso der Jäger, von dem wir ein paar Wildschweinfelle geschenkt bekommen haben. Echte Hebertshauser Wildsäue waren das mal.  Das gab unserem Fest die besondere Note.  Rustikal. Generationsübergreifend.  Gut. Übergriffig war da aber nichts, wir haben uns blendend verstanden und die Damen sowie die Betreuer Claudia und Klaus dazu animieren können, in einen Kreistanz mit uns zu gehen. Boarisch hoid. Vom vielen guten Essen wollen wir gar nicht reden, denn unsere Eltern haben sich beim Buffet echt nicht lumpen lassen,… sooooo viel  und soooo lecker. Ein herzliches Dankeschön nochmal an alle Spender !

Wenn Sie meinen nach so einem Fest fiele uns nichts mehr ein … oh nein, da sind Sie schief gewickelt. Das nächste Event winkt schon am Ende des Regenbogens:  Der Muttertag. Sie verstehen sicherlich, dass wir an dieser Stelle noch nicht verraten können, was wir da gebastelt haben. Unsere Mamies lesen das Internettagebuch! Aaaaaber: kreativ, außergewöhnlich und nützlich ist es.

Kletterseile und das Buch „Gehirnforschung für Kinder“  von Professor Gerald Hüther haben wir benutzt. Damit auch unser Hirn, das darin mit einer Zwiebel verglichen wird. Mehrere Schichten und so, wie eine  eingepflanzte Zwiebel  hat unser Hirn mehrere Schichten, man darf es mit Anreizen nicht zu viel gießen … besonders nicht mit zu viel Medienbildern, man darf sie aber auch nicht austrocknen durch gar nichts machen. Schon gar nicht darf man sie erschrecken, durch Angst machen, anschreien und hetzen. Das mag sie gar nicht. Ansonsten mag sie nicht bloß im Kopf umeinandergetragen werden,  sondern durch alles, was kreativ ist,  benutzt werden. Spielen ist Lernen und Nachdenken über das Nachdenken auch. Alles gar nicht so einfach..... Von einem Erwachsenen Vorträge bekommen, ist uns eher noch fad und nutzt nix. Damit wir das nicht vergessen, haben wir Gemüsezwiebeln gepflanzt. Der eine oder andere wollte gar im Supermarkt „Gehirnzwiebeln“ einkaufen gehen, vielleicht haben die Händler ja Glück in der Münchner Großmarkthalle. Bis dahin tragen wir unsere eigenen herum und versuchen sie zu gebrauchen.

Wochenbericht 23.4.-27.4.2012

Damit wir nicht einrosten und auch mal genauer hinschauen lernen, mit Geduld und so, haben wir ab Montag mikroskopieren geübt.  Die ganze Woche: Baumrinde, Gräser und neuerdings auch Blätter, im Moment sieht man ja die Bäume vor lauter Blättern gar nicht mehr .

Das übergeordnete Thema der Woche ist der Baum. Klar, wir haben ja letzte Woche gerade selber unsere Maibaumbirke geschlagen, entastet und diese Woche dekorieren wir sie noch fleißig:  Schilder malen, Bändel knüpfen und so weiter. Da behandeln wir noch ein bisschen den Baum allgemein.

Dann haben wir mit unserem „Zahlenland“ weitergemacht – die „1“ in verschiedenen Lebensbereichen entdeckt, ein echtes „Land“ abgegrenzt, wo wir uns jetzt immer mit Zahlen beschäftigen – und wir freuen uns auf mehr. Da können auch unsere Dreijährigen schon gut mitmachen.

Unsere handwerklichen Fähigkeiten nutzen uns, äußerst kreativ zu werden. Da gab es selbstgebaute Fernseher, Fernbedienungen ,dazu Handys, alles halt , was wir außerhalb des Waldes  auch noch schön finden. Gleich inspiriert hat uns das für eine perfekte Rollenimprovisation zu Fernsehstudio - Nachrichtensprecher und per Fernbedienung „an – und ausgeschaltet“ werden. Na gut, so ein bisschen Haustiere und Koch in der Großküche haben wir auch gespielt. In andere Rollen schlüpfen – das macht Spaß und so ganz nebenbei wird die soziale Kompetenz geschult.

Mailieder, Gstanzl und altbayrisches Liedgut. Das war der Kulturteil der Woche, am 2. Mai findet ja unser Maifest statt, wozu wir ganz viele Freunde eingeladen haben. Aber dazu nächste Woche.

Wochenbericht 16.4.-20.4.2012

Mei, wir werden ja jetzt so was von schlau. Ein echtes, von Professor  Preiss entwickeltes,  Programm zum Zahlenverständnis bis 10 haben wir jetzt angefangen. Damit das jeder von uns schon von Anfang an drin hat: die „eins“ – wieviel  davon haben wir denn zum Beispiel im Gesicht – na wieviele Nasen haben Sie zum Beispiel da drin? Wieviele  Bauwägen haben wir zum Brotzeit machen? Genau: auch nur „einen“.  Sie verstehen schon das Prinzip:  bis wir zur 10 kommen, haben wir das Verständnis für Zahlen und Mengen in uns aufgenommen… spätestens…

Ansonsten hatten wir einen Vogel zwei Tage lang. Mindestens einen. Das haben unsere Erzieher schon immer gewußt ! Dieses Thema haben wir ordentlich vorbereitet mit Lexika, Bildern und unserm Vogelfütterhäuschen und dann kam doch tatsächlich Frau Fischer vorbei am Mittwoch . Sie ist eine Frau, die sich in ihrer Freizeit mit Vögeln beschäftigt und unglaublich schicke Sachen dabei hatte: einen Naturführer mit einem internetaufgeladenen USB-Stick –ähnlichen Lesegerät für eben den. Da konnten wir die Vöglein singen hören und gleich vergleichen mit den Rufen, die wir von unseren Bäumen herunter in Natura hören konnten. Auch wir sind zu Stille fähig und die haben wir fleißig  geübt, während wir unsere Waldvögel beobachtet und gehört haben.

Damit es uns im Wald nicht langweilig wird hat uns am Donnerstag auch der Förster besucht und mit uns für unseren Maibaum eine kleine Birke ausgesucht. Die haben wir dann selber gefällt – mit unwesentlichem Beitrag vom Herrn Förster…genau: er hat die Hauptarbeit gemacht und wir durften auch mal ein bisschen am Stamm sägen .. ganz ungefährlich. Heimgetragen haben wir ihn dann selber.. wie die großen Burschen.. wer weiß, wer von uns mal in einem Burschenverein landet..wenigstens einmal im Leben haben wir das also mitgemacht.

Na der Freitag war dann auch gerettet: Baum entastet, Baum geschält, Kranz gewunden … ächz..da gelüstet es uns gleich wieder nach viel, viel Freispiel!

Nicht zu vergessen war auch der Herr Jäger da und hat mit uns eine Tour durch unseren  Wald gemacht und uns gezeigt woran wir sehen können, dass der Rehbock sein Revier zeichnet,  die Bache mir ihren Frischlingen lagert und überhaupt eine ganze Menge „Leben“ los ist, wenn wir nicht im Wald sind und Lärm machen.

Waidmanns Heil, kann man dann nur sagen – her mit dem Gewehr – aber in den Schützenverein darf man ja erst ab 12 Jahren – Welt und Wild - noch seid ihr sicher vor uns...

 

Wochenbericht 2.4.-5.4.2012

Nun die Woche vor Ostern ist das dran: Ei und Hase.

Wegen dem bevorstehenden Ostersonntag. Der Gründonnerstag, auf den haben wir hingearbeitet. Eier gefärbt in der alten Hebertshausener Feuerwehr. Natürlich mit Naturfarben! Und braunen Eiern. Das war ein echter Spaß. Noch besser war, dass wir an diesem Tag  so insgesamt ein Rundumvergnügen erlebt haben: Fußball Training mit ansatzweise Regeln durch unsere früher im Verein aktive Praktikantin, erlebnisorientiertes Abmessen von liegenden Personen durch Abgehen derer Körperlänge mittels Füssen. Stille vor dem daneben gezüchteten Damwild  im Gehege – das andere Wild hat unsere diensthabende Praktikantin  leider nicht identifizieren können , nur die Schafe . Muss sie halt mehr ins Internet schauen,  wenn sie schon keine Zeit hat zum Wandern . Die hat ja so ein Glück, dass sie bei uns im Wald sein darf, denn wir laden bald mal wieder den Jäger und den Förster ein und die können ihr und uns dann die verschiedenen Wildarten erklären. So ist das nämlich bei uns im Wald mit dem Umsetzen des Bayerischen Erziehungs- und Bildungsplanes.

 Ach ja… warum haben wir auf den Donnerstag hingearbeitet? Weil unsere Eier Eingang in die absolut genialste Erfindung seit der Erdichtung des eierlegenden Hasens gefunden haben!  Absolut biologisch abbaubare Osternester!! In Wirsingblätter gehüllte Giftigkeiten wie Schokolade! Kostbarkeiten wie naturnah gefärbte kalte und harte Eier. Unsere Osternester waren wirklich originell. Ebenso wie das Supernest darum herum, dass wir vorher für den Osterhasen aus Zweigen und Moos gebaut haben. Muss ihn so inspiriert haben, dass er gleich vier Tage zu früh dran war.

Ist schon schwierig mit diesen Herrschaften: der Weihnachtsmann hat es letztes Jahr nicht pünktlich geschafft, weil sein Navi nicht richtig gegangen ist und der Osterhas` hatte es so eilig. Aber Raum und Zeit ist ja für so Prominente nicht gültig und drum freuen wir uns, wenn sie´s schaffen an uns zu denken.

Unser Kindergartenostern war toll. Die Ferien danach auch!

 

Wochenbericht 26.3.-30.3.2012

Diesmal war wieder bilingual bayrisch dran. Nachdem es die Biermösl Blos`n nicht mehr gibt, wollen wir mit dem Büchlein „Sepp, Depp, Hennadreck“ wenigstens das Andenken hoch halten. Infolgedessen üben wir unsere Wochentage auf bayrisch – Sie wissen schon : „Wos is heit für a Dog…“ Ach ja und wenn wir schon dabei waren, haben wir in einer kurzen Atempause vor dem Osterprogramm einfach Quatschlieder und Quatschgeschichten gemacht : Oma im Hühnerstall, Tante aus Marokko, Dunkel war`s – der Mond schien helle – na, klingelt da was bei Ihnen? Sollte Ihnen da was entfallen sein, frischen Sie wieder auf und schauen Sie mit Ihrem Kind bei uns im Wald vorbei.

Für Wutanfälle haben wir unseren speziellen Waldboxsack  - jemand hat uns diese Woche auch Profisport am Boxsack beigebracht … bevor wir vor Zorn kochen, arbeiten  wir das lieber da ab.

Auch in die Bibliothek durften wir wieder. Projektteil zwei: wie gebe ich ausgeliehene Medien wieder zurück? Piepsen muss es. Über den Computer ziehen. Also Frau Drexelmeier hat uns doch gesagt es gäbe tatsächlich Erwachsene, die Bücher einfach so in die Regale aufräumen… Ts, Ts, Ts  - würde uns mit unserem eigenen Bibliotheksausweis ja nie einfallen.

Mittwoch: Eieralarm! Wir durften selber am Hühnerhof Eier abholen ..Sie werden nie drauf kommen wofür wir die brauchen.

Der Ausklang der Woche bedeutete viel Freispiel, Bewegung und Kunstwerke im Wald bauen. „Landart“ heißt das – gibt`s schon seit den Sechzigern des letzten Jahrhunderts… um so wichtiger, dass gerade wir uns  mit diesem Kulturgut befassen. Wer wenn nicht wir .. gut dass wir Erzieher haben, die sich so gut auskennen…

Wochenbericht 12.3.-18.3.2012

Diese Woche stand immer noch ganz unter dem Zeichen des Feuerpräventionsprojektes. Nachdem wir letzte Woche bei der Feuerwehr waren, haben wir den Notruf noch mal geübt im Rollenspiel, unseren Namen und unsere Adresse auswendig gelernt. Am Dienstag haben wir gar zu Igor Strawinskis „Feuervogel“ und zu Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ einen Tanz der Feuerflammen mit Chiffontüchern kreiert.

Am Mittwoch ging es dann wieder waldtechnisch zu, wir haben gelernt , dass Mischwald weniger brandgefährdet ist als Monokulturen und wir haben uns dazu ein Modell gebaut, dass wir nach allen Regeln der Sicherheit aber doch sehr effektvoll dann modellhaft vernichtet haben, sprich abgefackelt….

 

Im Gleichzug dazu mischten wir uns Löschschaum aus Backpulver und Essig … ein Höllengebräu…falls Sie mal in die Versuchung kämen das zu probieren, mit dem Mund meinen wir…macht aber genug Kohlendioxid um eine Kerze in einem geschlossenen Behältnis schnell ausgeh`n zu lassen…haben Sie bestimmt gewußt.

Am Donnerstag haben wir tatsächlich einen Ausflug zu einem offiziellen Lagerfeuerplatz gemacht.. und ein Lagerfeuer entzündet, das war echt klasse. Stockbrot backen… von all dem halbroh verschlungenen Teig grummelt uns immer noch der Bauch. Aber es gib nix Schöneres! Der Clou war dann der Feuerlöscher im Einsatz: muss man ja auch mal gesehen haben. Nebelschwaden von Pulverschaum zogen über uns weg und das Zischen war auch nicht ohne. Wie gut, dass wir uns dann noch in einer Leserunde wieder beruhigen konnten.

Tilde Michels: Kleine Hasen werden groß. Da ging es dann mal nicht um Braten und Backen, sondern nur ganz normal um Tiere.

Mit einem Zertifikat und Wunderkerzen, die wir im Wasser gelöscht haben, trugen wir dann das zehntägige Thema „Feuerprävention“ zu Grabe und freuen uns auf den Frühling … und Ostern.

 

Wochenbericht 5.3.-9.3.2012

Diese Woche stand unter dem Zeichen „ Brandgefahr“, unserem „schwierigen Wort der Woche“. Weil`s im Moment noch regnerisch ist, gelegentlich Bodenfrost vorkommt und wirklich noch nicht trocken ist im Wald, dürfen wir diese und kommende Woche erfahren, was es mit der Brandgefahr im Wald und zu Hause auf sich hat. Ja, richtig, die Feuerwehr gehört da auch zu  diesem Thema und am Donnerstag war es wieder Zeit für unseren jährlichen Besuch bei der Feuerwehr. Die holen uns ab mit zwei Feuerwehrautos und fahren uns in die brandneue Feuerwehr von Hebertshausen. So was ist einfach nicht zu toppen, wenn man sich Feuerwehrautos anschauen darf, und außerdem die Montur mit Helm und Jacken anziehen und mit einem Feuerwehrschlauch Wasserflaschen von der  Bank fegen darf.  Funk hören, mit echten Feuerwehrleuten reden - die haben sich für uns echt ins Zeug gelegt und Gott sei Dank hat es auch nicht gebrannt, als wir da waren. Vielleicht haben Sie ja das Martinshorn gehört mit dem sie uns dann wieder in unseren Wald zurückgefahren haben.

Natürlich dürfen wir auch physikalische Experimente machen und werden von unserem Team darauf trainiert, wie wir uns im Brandfalle zu verhalten haben, was man mit Feuer zu Hause und im Wald einfach nicht darf, mit Erwachsenen dabei aber schon und wir dürfen uns auf ein Lagerfeuer freuen, mit dem wir die zwei Projektwochen abschließen. Freilich machen wir dafür einen Ausflug zu einer offiziellen Lagerfeuerstelle und zündeln nicht in unserem Wald.

 

Lustig war das schon, als wir am Mittwoch draußen im rauhreifverzierten Wald unseren Experimentiertisch im Einsatz hatten und dann der Förster mit seinen Studenten und Mitarbeitern kam und sich gefreut hat, dass wir so eifrig bei der Sache waren und dann neugierig fragte, was wir da so machen und wir ihm gesagt haben „ Feuer“… waren ja nur Teelichter im Einsatz und das nach allen Regeln der Sicherheit.

Ein bisschen Medienpädagogik haben wir mitgekriegt obwohl wir im Wald sind – youtube und „Peter Lustig im Bauwagen“  und „Löwenzahn“ sagen wir da nur, Fingerspiele und das Feuerwehrlied, in dem die „112“ vorkommt, die wir nie wieder vergessen werden.

Ganz froh sind wir aber auch um unseren Fichtenwald,  um unsere Ausflüge und unsere Waldroutine, damit wir uns sicher fühlen und nicht zu viel Trubel unsere Woche aushebelt und freuen uns, dass manche Dinge so bleiben wie sie sind: der Wechsel in die nächste Jahreszeit, die Vögel, die langsam lebendig werden, der Fasan „ Sir Henry“, der sich wieder bemerkbar macht, der Bussard und der Specht, die in unserem Wald wohnen und die vielen zutraulichen Blau- und Kohlmeisen. Nicht zu vergessen, das Wetter, das wir jeden Tag mit allen Sinnen analysieren… wer weiß , vielleicht wird mal einer von uns Meteorologe, wenn alle Stellen bei der Feuerwehr besetzt sind.

 

Wochenbericht 27.2.-2.3.2012

Wiederholen, damit die Spur im Hirn sich einschleift – das gilt für klein und groß und deshalb haben  wir das mit den Wochentagen und den  Monaten gemacht. Gesungen, gereimt und gepfiffen…

Wenn wir schon beim Singen sind: wir nahmen uns diese Woche die klassischen Winterlieder vor, besonders jene, die uns den Frühling herbeirufen – na  klingelt da was bei Ihnen? Würden Sie einen Volksliederwettbewerb  mitmachen können?  Wir jetzt schön langsam schon.

Damit wir uns die auch gut merken konnten, durften wir Rhythmen mit selbstgebastelten – genialen – Instrumenten schlagen, zählen und klatschen. Letzteres natürlich mit den Händen…dazu passte dann unser Zahlenbaum, den wir erfunden haben: Zahlen, ausgeschnittene,  an die Bäume geheftet , genauso viel Murmeln wie aufgeschriebene Zahlen sichtbar waren jeweils drunter gelegt und schon konnten wir den ganzen Vormittag mal vorbeischauen bei unserem Zahlenbaum und schauen  (zählen) ob noch alle Murmeln da waren. Da wir dann sicher waren, dass wir noch alle Murmeln beieinander hatten, konnten wir uns wildem Frei- und Rollenspiel zuwenden.

Fussball, Tiefseefische, Familie, Haustiere, Milchproduktindustrie .. ja, das hat uns alles interessiert und am Ende durften wir noch Joghurt selber machen. Unter kreativen Bedingungen zwar, aber da ging schon was. Bakterien, nicht solche wie für den Joghurt, hatte dann ein frisch aufgetauter toter Vogel, den wir fanden, wohl auch an sich, aber den hat auch keiner angefasst, sondern wir haben ihn mit Anstand und  körperlichem Abstand beerdigt.

Natürlich sind wir wieder im märchenhaft grünen Fichtenwald gewesen und sind in unser „Urspiel“ hineingekommen, da wo man ganz versunken ist und sich und seine Kräfte wieder findet, alles harmonisch ist und die ganzen Kumpels mal zu einer Einheit zusammenwachsen statt sich gegenseitig zu ärgern. Wäre Erwachsenen auch zu empfehlen!

Zu guter Letzt sind wir in die Bauwagen - Dekoproduktion eingestiegen und haben aus Ästen bunte Geweihe hergestellt, nachdem wir die Vorlagen von der Wand von Kathis Vater respektieren mussten, weil er sich die , die wir nicht ruiniert haben, wieder dorthin hängen wollte und auch soll! Schließlich passt auch zu so einem kleinen bleichen Hirsch- oder Rehschädel unter den hörnernen Gefährlichkeiten kein blaurotgrüner Anstrich.

Schön war noch unser  Bilderbuchlesen von Fréderic, der Maus, da wo er die Farben des Frühlings gesammelt hat. Schließlich wollen wir den ja auch bald haben, so wie Fréderic.

Wir waren diese Woche also in Vielem „multifunktional“ – unser schwieriges Wort der Woche und das zu leben ist auch nicht leicht. Sollen wir angeblich in der modernen Schule mal brauchen können diese Fähigkeit. Nun denn…

 

Wochenbericht 20.2.-24.2.2012

Also da gab es diese Woche ordentlich Spaß im Wald: wir haben Fastnacht gefeiert. Montag steckten wir noch mitten in den Vorbereitungen. Sie wissen schon: Masken basteln, Girlanden, Lieder üben. Am Dienstag ging dann der Punk ab bei uns im Wald. Eigentlich nicht der Punk, weil wir als Untermalungsmusik nach unseren wirklich sehr lustigen Quatschliedern die Autostereoanlage von Marlene gerettet hat, den Batterien in unserem CD-Recorder war es doch zu kalt, und so  haben wir uns in die Welt der Metalmusik eingehört und dazu „ Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ adaptiert. Da soll es ja mal eine Punkversion gegeben haben von dem Lied. Nun haben wir eine Heavy Metal Version davon herausgebracht und gleich gelernt wie man sich richtig dazu bewegt…falls man mal in die Kreise muss. Vielleicht werden wir mal entdeckt ??

Bei den Krapfen haben wir`s dann wieder klassisch gelassen und unsere Kostüme blieben treu am Jahresthema „Märchen“. Solche haben wir dann auch in einer Potpourrifassung , also Kurzform, erzählt bekommen, passend zu unseren Kostümen: „ Der Zauberer von Oz“, „Grisu will Feuerwehrmann werden“ , „ Peter Pan und Captain Hook“, „ Die drei Musketiere“ , manche davon waren ganz schön modern, aber man muss die Dinge ja nicht immer so genau nehmen, besonders nicht im Fasching. Lieben Dank auch nochmal an unsere fleißigen Eltern, die uns die vom Verein spendierte Faschingsbrotzeit organisierten.

Diese Woche haben wir uns im musikalischen Bereich auf Rhythmus konzentriert, das heißt wir haben  Lieder , auch neue , gelernt und dazu selbst Takte geschlagen. Da lernt man auch was mit zählen, zuhören, betonen von wiederkehrenden Sequenzen in rhythmischen Abfolgen, wir verstehen, wozu man Zahlen und Zählen brauchen kann. Die Instrumente dazu hatten wir uns letztes Jahr selber gebaut – aus gefundenem Holz natürlich !!!

Zahlen waren diese Woche überhaupt wichtig. Würfelbilder, wir haben einen Zahlenbaum erfunden, Zahlen ausschneiden, Stifte nach Farben und austeigenden Zahlenreihen sortieren, einen abgebrochenen Meterstab untersuchen auf die Zahlen darauf – dabei gab es manche Überraschung,   so mancher Vierjährige hat uns da ganz schön verblüfft. Dabei haben wir schon nächste Themen wie Messen und Wiegen vorbereitet, aber im Moment konzentrieren wir uns noch auf Zahlen erfassen, in Symbole fassen ( arabische Zahlen und Würfelaugenbilder) und Dinge sortieren.

Einen Tag lang haben wir gebraucht um an unseren Wurzeln und Bäumen den Fasching und alles andere in Rollenspielen  zu verarbeiten  und haben uns in die Welt der Gedichte vorgewagt mit Naturgedichten von Max Dauthendey und Hoffmann von Fallerleben. Nicht schlecht die ollen Dichter – so was hören wir gerne im Wald. Schön langsam geht es uns nämlich wie dem alten Heini von Fallersleben, wir haben wie er „ Sehnsucht nach dem Frühling“.

 

Wochenbericht 13.2.-17.2.2012

Diese Woche ging`s noch mal hauptsächlich um Schnee : wie er aussieht unter dem Mikroskop, wie anders Graupel ist und schmeckt – wir haben es doch nicht lassen können ein bisschen frischen Schnee zu probieren. Abgase sind da keine drangekommen und er war auch ganz weiß. Das war schon in Ordnung. Schmecken ist auch eine wichtige Sinneserfahrung.

Aggregatszustände haben wir noch mal ausgiebig studiert – heiß, kalt, Dampf, Wasser, Eis. Auf der Schneewanderung haben wir uns die zugefrorenen Pfützen aufgehackt um festzustellen, dass es unter der Eisdecke ganz trockengefroren war. Endlich durften wir mal nach Herzenslust da drinsitzen.

Wie die Eskimos wollten wir wohnen und haben uns ein Iglu gekapert – andere Kinder hatten uns eins auf’s Gelände gebaut. Sogar zu einem richtigen Schneemann sind wir gekommen. Von A bis Z ein Gemeinschaftsprojekt. Wir sind inzwischen ein ganz gutes Team und wenn wir uns mal einig sind, was wir bauen wollen, dann hält uns nichts! Das wird dann was!

Wir haben unsere Waldvögel weiter gefüttert und beobachtet beim Körnerstiebitzen, wie sie an unseren selbstgemachten Fettkörnergemischen hingen und sich satt machten. Dabei mussten wir ganz leise sein, aber ganz stolz waren wir auch, dass unser Menü so gut angenommen wurde.

Und kreativ waren wir: Eislaternen, Schneebilder, Schnitzmuster, Faschingsgirlanden , sogar Masken haben wir produziert, das Wetter wurde beobachtet und über seine Herkunft spekuliert. Selbst fotografiert haben wir : uns bei Spiel und Spaß, wir sind uns wichtig.

Schwieriges Wort der Woche: Silentium – das schien uns eleganter als „bist stad jetzt, hoit dei Waffe“ – sagt in unserem  bilingualen  deutsch – bayerischen Kindergarten eh keiner ( wir versuchen ja stets höflich miteinander umzugehen), aber falls doch mal einer unhöflich laut werden will, können wir jetzt ganz elegant auf lateinisch unsere Grenzen ziehen.

 

Wochenbericht 6.2.-10.2.2012

So, diese Woche gab es einfach frostiges Wetter und Kälteeinbruch. Wie gut, dass wir gute Ideen hatten:  Wanderausflüge, befreundete Einrichtungen besuchen, Muffins backen und es uns gut gehen lassen.

Wir befassen uns immer noch mit dem Thema Märchen. Diese Woche war Frau Holle dran: Sie wissen schon: die fleißige und die faule Marie. Die eine zieht mit einer guten Haltung und ohne ständig über alles und jeden zu meckern, das Brot aus dem Ofen, befreit die Bäume von den überfällig wartenden Äpfeln und macht der Frau Holle in allem Freude. Klar, dass die mit Gold überschüttet wird, denn fleißiges Arbeiten zahlt sich ja immer aus und zufrieden sein auch. Da wird man belohnt. Dann kommt die faule  und natürlich hässliche Schwester und möchte das alles auch haben, aber ohne richtig zu arbeiten, denn das strengt sie doch sehr an. Mit Frau Holle ist sie auch nicht sehr zufrieden. Die aber mit ihr auch nicht und daher gibt’s zum Schluss doch nur einen lebenslang haftenden Pechüberzug. Wenn wir mal groß sind machen wir`s freilich nur wie die Goldmarie, das haben wir uns fest vorgenommen.

Weiter sind wir mit unseren Schneeexperimenten gekommen, haben  den Hackschnitzelberg zum Bergwerk umfunktioniert und nebenbei unsere Vögel gefüttert, deren Futter wir selbst herstellen.

Schwieriges Wort der Woche war „Paläontologe“ , denn  der Schnee hat uns daran erinnert, dass wir vom Herzen her fleissige Knochensucher sind. Wer weiß, vielleicht gehen wir demnächst ins Museum.

 

Wochenbericht 30.1.-3.2.2012

„Tanzen können auch die Steine“ – so heißt das Bilderbuch, mit dem wir uns am Wochenanfang beschäftigt haben. Vielleicht nicht wenn sie eingefroren sind, die Steine, aber auf jeden Fall geht es da um Gefühle, die wir ja gerade benennen lernen. Das geht auch wenn es ein bisschen kälter ist, schließlich ärgern, freuen und begeistern wir uns auch bei niedrigen Temperaturen. Wenn wir dann wissen, wie wir es nennen sollen, geht`s uns ( und unseren Erziehern) gleich viel besser.

Folgerichtig wandern wir also am Dienstag zum Kieswerk und bauen Steinmanderl da, gleichzeitig halten wir uns warm. Wie schön ist es durch den verschneiten Wald zu wandern, sieht gleich wieder ganz anders aus , die ganze Landschaft. Verschneites Feld haben wir dann am Mittwoch, als der Jäger Müller sich für uns Zeit nimmt und uns Waldkindern die Tierspuren und die versteckten Futterstellen um uns herum zeigt ,schließlich wachsen wir nicht mehr so richtig in der Natur auf, auch wenn wir mit dem Waldkindergarten schon mal in die richtige Richtung gehen. Das ist wirklich super, schließlich haben wir nicht gewusst, dass an manchen Erdaufhäufungen auf den Feldern kein Bagger zugange gewesen ist , sondern ein paar Wildschweine. Das schaut echt so aus als hätte man da mit Gerät tief gegraben. Wir sind beeindruckt und legen uns gleich in die Erdaufwerfungen, manchmal würden wir zu den Wildschweinchen echt gut passen, stellen Sie sich einmal vor, die Erde wäre grad nicht so fest gefroren sondern schön weich und dann stellen Sie sich die ächzenden Waschmaschinen unserer Mütter vor… Ach wie gut, dass grad tiefer Winter herrscht.

Unser Mikroskop wird reichlich zum Schnee- erforschen verwendet und unser schwieriges Wort der Woche heißt „Eisskulptur“.

Kathi bringt noch ein paar Geweihe mit, gestorbener Hirsch also von der Wand – Sie haben natürlich gewusst, dass ein Hirsch und ein Reh zwei verschiedene Gattungen sind, gell – also wir noch nicht, bis heute.

Unsere Vogelfutterstelle wird fleißig von uns gepflegt und wir stellen selber Futterbälle her. Schließlich brauchen die angefütterten Vögel bei uns weiter ihr Futter, bis sie selber wieder eines finden – zum Beispiel im Meisenknödelbusch hundert Meter weiter, wo ein netter Zeitgenosse  sich um die Hebertshausener Waldvögel kümmert. Der ist genauso nett wie wir. Hoffentlich lernen wir den mal kennen.

Wald verbindet eben.

 

Wochenbericht 23.-27.1.2012

Wir bekommen heute das Märchen vom Grießbrei erzählt. Damit fangen wir unsere Woche an. Hat ja was die Vorstellung vom Topf, den nur ein Kind bedienen kann, das ein reines Herz hat und die richtigen Worte zu sagen weiß. Dann kommt schöner, warmer, cremiger, süßer Grießbrei heraus. Wenn dann gierige Leute am Werk sind, geht`s böse aus, weil das Ding einfach nicht stoppt und die breiige Herrlichkeit zu viel wird. Da sehen wir also, dass die meisten guten Sachen zur Plage werden, wenn man damit übertreibt. Wie gut, dass dann ein Kind weiß, was zu tun ist. Darin liegt doch auch viel Weisheit. Fragt uns einfach öfter, wir können euch mehr Tipps geben, als ihr so meint. Ein bisschen auf uns einlassen, ein bisschen hinter unsere Ausdrucksfähigkeit schauen lernen, da fändet ihr schon den einen oder anderen Diamanten drin. 

Am Dienstag kommen endlich die Hackschnitzel, die wir mit schwerem Gerät auf dem Gelände verteilen können. Flugs wird aus uns Literaten und Philosophen eine Truppe Waldarbeiter, die mit Schaufel und Schubkarre dem Matsch zuleibe rücken und auf Weg und Spielgelände eine Art Parkett für den Waldkindergarten legen. Großes Abenteuer: am Mittwoch kommt der Stadtlastwagen noch mal mit den entsprechend ausgerüsteten Männern dazu. Danke an die Gemeinde Hebertshausen, die uns so gut versorgt. Demnächst werden wir auch mal eine Tour durch unsere Gemeinde machen und uns anschauen, was unsere Gemeinde eigentlich ausmacht und was es dort Wichtiges für die Leute gibt.

Schon hören wir wieder mehr Vögel im Wald, der Specht ist ganz munter, wir wünschen ihm , dass er nicht vom versprochenen Wintereinbruch überrascht wird. Auf jeden Fall schauen wir schon mal nach den Futterkernen, die wir im Bauwagen aufbewahrt haben. Könnte sein, dass wir die noch mal brauchen um die Vögel zu füttern. Inzwischen schauen wir uns unter dem Mikroskop Schneekristalle an und experimentieren immer noch mit den Aggregatzuständen von Wasser. Wie das geht? Na ja, segensreiche Erfindungen wie Thermoskannen versorgen uns mit heißem Wasser und da haben wir Dampf und Flüssiges, wir können den Raureif schmelzen und wieder gefrieren lassen. Wir schauen uns den Wetterkreislauf für Schnee an, da geht schon eine Menge. Macht auch Spaß.

Freitags verarbeiten wir unsere Outdoorerfahrungen, die wir ja in Form von Wanderungen, Phantasiewäldern und regelmäßigen kleinen und großen Ausflügen in die Natur haben mit Ton. Wir bauen Landschaften. So kommen wir doch ab und an in den Bauwagen, wenn es draußen zu kalt wird.

Wutecke und Ruhesofa  haben wir uns gebaut im Wald, damit wir uns mal richtig ärgern können und das ablassen, ebenso damit wir mal wo sein können, wo die anderen uns in Ruhe lassen. Echt gemütlich.

Das schwierige Wort der Woche: Hackschnitzelberg.

 

Wochenbericht 16.-20.1.2012

Schnee – unglaublich aber wahr. Raureif auf herbstmüden Zweigen und Gräsern, die Wege überzogen mit einem Hauch von Weiß. Doch, doch, das gilt heuer schon als Schnee für uns. Wir spielen damit, wir arbeiten damit, wir graben ihn um … dann wird er zwar wieder braun und warm,  weil er unter die Erde kommt, aber wir haben „kalt“ und „warm“ und „schmelzen“ gespürt. Dann spüren wir auch wie es uns geht,  wenn wir die Handschuhe nicht anhaben und  dass wir ohne Mützen über den Kopf auskühlen, weil unsere schöne Körperwärme verloren geht. Das muss man erst mal merken, dann zieht man sich freiwillig an wie es der Winter erfordert. „Aggregatzustände“ : unser „schwieriges Wort der Woche“, gefroren/fest, gasförmig, flüssig – so wie Wasser eben auftreten kann. Wir experimentieren mit Wasserdampf aus der Thermoskanne, wir  malen Bilder mit warmem Wasser in die Schneeflächen und machen eine Winterwanderung über die Felder.

Unser sonstiges neues Thema sind die Wochentage und wir lernen dazu sowohl ein geniales Fingerspiel als auch ein Lied, das wir auf „ Hänsel und Gretel  verirrten sich im Wald“ singen können:

Mit Körperbewegungen zu unseren Gedichten und Liedern betreiben wir ganzheitliche kognitive Erziehung und im Folgenden dürfen Sie mal sehen, mit welchen Körperpartien wir bei unserem eigenen Bewegungslernspiel arbeiten.

Auf dem Mond (Füße)

Sitzt ein Diener (Knie)

Und schneidet in der Mitte Stoff ( Hüfte).

Plötzlich donnert es (auf den Po patschen)

Alles wird frei (Arme öffnen)

Das Sams klettert auf den Kopf und die Sonne scheint!

 

Lied (Melodie Hänsel und Gretel)

Montag und Dienstag  so fängt die Woche an.

Dann kommt der Mittwoch, das weiß doch jedermann.

Am Donnerstag und Freitag, da freuen wir uns schon.

Samstag und Sonntag, da können wir mal ruhn.

Dann geht das Liedchen schon wieder vor vorne an...

 

Fingerspiel

Am Montag kommt die schwarze Katze mit der kuschlig weichen Tatze.

Am Dienstag holt sie aus dem Garten, Kräuter für den Festtagsbraten.

Am Mittwoch fängt sie eine Maus für den großen Festtagsschmaus.

Am Donnerstag putzt sie ihre Stube für das Fest mit Tante Trude.

Am Freitag hat sie nicht bedacht ,dass das so viel Arbeit macht.

Am Samstag schläft sie deshalb ein, die Maus denkt sich“Das ist fein“,

und rennt  ganz schnell nach Buxtehude.

Am Sonntag klingelt Tante Trude.

Die Katz erwacht und kriegt nen Schreck :Der Mäusebraten,der ist weg!“

Doch haben sie die Maus ganz schnell vergessen, beim Schokoladenkuchen essen. 

Super , dass wir mittels der Körperbewegungen unser Gedächtnis aktivieren können. Vielleicht kommen Sie uns ja mal besuchen und machen mit!

Unsere Finja feiert mit uns Geburtstag und wir lernen ein neues Geburtstagsritual – wir sagen nur: Montessorischeibe und Jahreszeiten – da möchten Sie bestimmt gerne wissen wie das geht. Unsere Scheibe mit den verschiedenfarbigen Jahreszeiten wird mit den entsprechenden Tüchern geschmückt. Dabei hilft uns das Lied "Es war eine Mutter..."

Wir sagen nur: Tücher, Runden gehen, Geburtstag in den verschiedenen Jahreszeiten, Sprüchlein sagen, große Kreissegmente aus Holz zum Umrunden in den Farben grün, gelb, rot und blau !  Was würden wir ohne den Papa von Matthias machen, der Schreiner ist und uns diese Teile sägt und zur Verfügung stellt? Wir stünden ganz schön im Wald…

Ach ja, getaut hat es wieder und unser absolutes Lieblingsspiel: Pfützen erforschen, das nennt man kreative Primärerfahrungen machen. Da hört dann die Liebe zur Naturpädagogik beim einen oder anderen Erwachsenen auf, der uns und unser Sach` waschen muss, aber wir brauchen das halt um mal erfolgreiche Einsteins zu werden!!!! Wer weiß in welchen Pfuhlen der mal über seine Relativitätstheorie nachgedacht hat... Also: auch das ist pädagogisch wertvoll !

Auch unsere Erzieher feiern ihre Geburtstage mit uns – absolutes Highlight, schade, dass die ebenfalls nur ein Mal im Jahr Geburtstag haben. Na ja, seufz, man kann nicht alles haben… jede Party muss einmal ein Ende haben, damit man sich auf die nächste freuen kann.

 

Wochenbericht 9.-13.1.2012

Wow, vor lauter Weihnachten und Heiligen Drei König und Ferien und (nicht) Skifahren und Tannenbäumen und einschlägiger Deko haben wir uns nach den Ferien erst mal mit was ganz Neuem beschäftigt: wir wollten alles wissen über Schiffe, Boote und Motoren.

Nachdem einer von uns  zuhause dann auch noch „Wiki und die starken Männer“ als DVD angeschaut hatte, gab es kein Halten mehr: dieser Wald in Hebertshausen musste geentert werden!! Tagelang waren wir Wikinger, bauten Boote, fuhren hoch zur See, ruderten was das Zeug hielt und jagten Wale. Ein Wikinger braucht schließlich Lebertran , auch wenn wir ( noch) keine Ahnung haben, was das ist…

Bald gibt es wieder den ersten Geburtstag zu feiern und wir fanden das Montessori Geburtstagsritual so schön, dass wir gleich eine Riesenscheibe aus Holz mit den Jahreszeitenfarben ( raten sie mal welche das sind)  bemalt haben.  Nächste Woche setzen wir sie dann ein.

Den Bauwagen haben unsere Erzieher mal einer gründlich Systemanalyse und- verbesserung unterzogen:  also aufg`räumt ham`s den halt mal g`scheit und das finden wir ganz toll, weil wir so das Gefühl für System und Ordnung kriegen und wieder alles finden, was wir brauchen. Das tun wir zwar im Wald auch, aber die Balance machts` und ein paar Kulturtechniken wie Aufräumen und Werkzeug wieder zurückbringen nach dem Ausleihen und danach auch Wiederfinden gereichen uns nur zum Vorteil.

Das schwierige Wort der Woche lautet diesmal „ Sprechzwerg“ – den haben wir nämlich eingeführt, damit wir wissen, wann wir in der Runde reden dürfen und wann schweigen. Mit „Sprechzwerg“ in der Hand  reden und ohne halt ruhig sein, weil dann ein anderer redet. Auch eine wichtige Technik …falls mal einer von uns im Bundestag landet… als Mitredner vielleicht…womöglich habe wir dann den Sprechzwerg in der Anzughosentasche und knibbeln ihm an der gestrickten Mütze herum.

Wozu die „Waldzwergerl“ alles gut sind!

 

Wochenbericht 19.-23.12.2011

Diese Woche ist klar, was wir machen: Auf den letzten Höhepunkt vom Advent hinarbeiten. Seit bestimmt drei Wochen können wir uns so richtig auf gar nix anderes konzentrieren. Findet uns das Christkind, haben alle Rentiere alle Tassen  bei sich im Schrank und finden uns, was liegt denn dann unter dem Weihnachtsbaum – alles hochwichtige Fragen. Wie gut, dass wir den Weihnachtsschnee beschwören können mit Liedern von  Rolf Zuckowski und Detlef Jöcker. Weil es kalt ist hilft uns die Bewegungsanleitung schon sehr. Dann haben wir eine wunderschöne Klanggeschichte für`s Warten aufs Christkind hören dürfen. Wir haben uns sogar selbst Musikinstrumente gebaut, Klangstecken halt, aus dem verfügbaren und ergiebigen Wald. Unser Vogelhaus befüllen wir mit selbstgemachten Fettknödeln , in die wir Sonnenblumenkerne stecken – und richtig, es bevölkert sich, immer mehr der daheimgebliebenen Waldvögel besuchen uns und wenn wir morgens nicht so wild toben, bleiben sie auch ein bisschen und lassen sich anschauen. Aber wie die alle heißen, lernen wir erst im Frühjahr, wenn unsere Erzieherinnen wieder einen ( schnupfenfreien) Kopf haben.

Freitag, 23. 12. – Ferien , wie schön. Wir freuen uns auf 2012 und neue Waldabenteuer bei den Waldzwergerln. Wir sind einfach cool.

 

Wochenbericht 12.-16.12.2011

Diese Woche sind wir wieder mal schwer im Einsatz gewesen. Könnten Sie unsere bayerischen Weihnachtslieder noch singen? „Am Kranz brennt oa Kerzerl“ oder „ Es werd scho glei dumper“?

Wir mussten lernen, dass man bei Adventsliedern nicht gleich alle Strophen auf einmal singt, sondern erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier .. wir wären sonst glatt bis Nummer sieben durchgerauscht…Es soll doch niemand Weihnachten verpennen, gell?

Also die Klassiker sind uns sowieso geläufig: „ Oh Tannenbaum“, „ Leise rieselt der Schnee“ , „Ihr Kinderlein kommet“ – echt toll wenn man drauf schaut, dass wir die traditionellen Lieder nicht verlernen. Ab Frühling probieren wir vielleicht mal experimentelle Waldmusik aus, aber jetzt mit dem Matsch und bissl Schnee klappert sowieso nix draussen, da halten wir uns an die Tradition. Passt eh besser zu Weihnachten.

Das Highlight der Woche war der Besuch zum Plätzchenbacken in der neuen Seniorenresidenz Kursana in Dachau. Gebacken, gesungen und gespielt haben wir zusammen mit den Senioren und unseren Minizwergen. Ok, man könnte auch sagen, wir haben ein wenig Chaos veranstaltet, nein, sagen wir besser  „Leben in die Bude“ gebracht. Wir haben mit Senioren zusammen am Schwungtuch  Gymnastik gemacht.

Riesenkompliment an die Eltern: wir wurden mit Teig, Nudelhölzern, Ausstecherle und Backpinseln verwöhnt. Wir durften in einer niegelnagelneuen Küche backen und das Personal der Seniorenresidenz hat uns backen geholfen. Danke, liebe Erwachsene, wo wären wir ohne euch…

Den Rest der Woche haben wir ein bisschen Pause von Weihnachten und Keksen gemacht. Bücher über Motoren, Autos und Fische haben uns Spaß gemacht und zur Sturmwarnung am Freitag sind wir dann auch mal früher heim.  Sauwetter, greislichs – wie gut, dass wir flexibel sind.

 

Wochenbericht 5.-9.12.2011

Nikolaus, Nikolaus, du gehst nun von Haus zu Haus. Aufgeregt sind wir. Advent ist warten aufs Christkind. Event zwischendrin: der Nikolaustag am 6.12. Wieder Lieder. Wir singen auch für ihn, aber auch für uns. Singen macht schlau, wir lernen uns zu konzentrieren. Wir wollen schon, dass er sich freut und seinen bayrischen Krampus da lässt, wo der Pfeffer wächst, weit weg also.

Wer mog scho an Deifi- pfui Deifi. Des waren de oidn Kelt`n, de den eig`führt ham… Der echte Nikolo hot mit dem gar nix g`habt.

Gut, dass unsere Erzieher so was wissen. Kramperl brauchen wir nicht. Ein bisschen verlaufen hat er sich dann doch, der Nikolo und hat uns erst am Mittwoch gefunden. Vielleicht ist ja der Kramperl im Navi gehockt oder der Nikolaus hat dem einem verwirrten Rentier die Orientierung überlassen. DANN aber gab es einen sockengefüllten Bollerwagen mit den Minizwergen zusammen und einen schönen Brief, der Nikolaus weiß ja, was sich gehört! Folgendes hat er geschrieben:

Brief vom Nikolaus

 

Liebe Zwergerl und liebe Minis,

leider kann ich heute nicht persönlich bei Euch vorbeischauen,

aber meine kleinen Helfer im Wald, die vielen Hasen, Eichhörnchen und Füchse haben mir einiges ins Ohr geflüstert....

Ihr Zwergerl habt ja wunderbare Ideen, könnt mit so viel Fantasie spielen und habt schon recht viel gelernt. Sogar bilingual könnt Ihr sprechen und singen, das schallt so schön durch den Wald. Tolle Ausflüge macht Ihr und Eure Feste gefallen den Waldtieren ganz besonders. Ich freue mich auch immer ,wenn Ihr so höflich miteinander umgeht, so richtig mit Bitte und Danke ! Allerdings manchmal muss ich Ausdrücke hören, die im Wald nichts zu suchen haben und Eure Stöcke und Äste sollten zum Spielen genutzt werden und nicht um Euch damit zu verletzen. Schade, dass ich nicht bei Euren Kreisspielen mitmachen kann, das ist eine schöne Sache und da dürfen doch alle mitmachen, nutzt doch diese Gelegenheit. Aber im Großen und Ganzen bin ich wirklich  zufrieden mit Euch und wenn alle Menschen so gut mit den Tieren und dem Wald umgehen würden wie Ihr, hätten wir gar keine Probleme.

Ja dann sitzen hier ja noch die ganz Kleinen, die sogenannten Minis. Ihr könnt ja so schön miteinander spielen und geht so lieb miteinander um, kümmert Euch auch ganz lieb umeinander, das mit dem Singen bekommt Ihr auch noch hin, dass ich das auch hören kann, im Moment ist es mir ein bisschen zu leise. Und marschieren könnt Ihr Minis, da staune ich ja wirklich, da könnten viele Kinder, die nicht im Wald sind nicht mithalten.

Und richtet Ihr Euren Eltern auch noch was aus: Sie sind ja wirklich sehr fleißig, schleppen Wasserkanister, Teekannen und manches Mal auch Gasflaschen durch den Wald und mittlerweile schaffen es auch alle, morgens pünktlich zu sein. Das freut mich sehr !

So und wie seid Ihr denn mit Euren Erziehern zufrieden? Meine Waldtiere haben mir erzählt, dass die sich sehr lieb um Euch kümmern und viele gute Ideen haben, vielleicht müssen sie Euch manchmal noch mehr zutrauen und noch ein bisschen geduldiger und gelassener sein , mit Euch und mit  sich!

Aber jetzt habe ich wirklich genug erzählt.......und ich muss wieder weiter, Ihr wisst ja der Nikolaus hat um diese Zeit viel zu tun !

Ihr alle macht das schon ganz richtig und ich wünsche Euch weiter viel Freude und fröhliche Stunden im Wald. Natürlich habe ich auch was für Euch dagelassen, ich geb Euch einen Tipp, folgt einfach meiner Spur.........

So und jetzt adventen wir weiter. Mit Rica, dem Schaf und ihren Abenteuern –dem Adventskalender und der Schokolade darin…

 

Wochenbericht 28.11.11 – 4.12.11

Mensch, wir haben uns soo fleissig auf die Adventsfeier vorbereitet. Wir haben am Montag für das Märchen „Die Sterntaler“ trainiert: Theaterprobe nennt man das. Eines unserer „schwierigen Wörter der Woche“ übrigens, an denen wir unsere schöne Sprache mehr kennenlernen. Am besten sind einfach die, die so schwer sind, dass sie nur die Zeitung benutzt. Die machen am meisten Spaß, weil niemand uns zutraut, dass wir solche schon verstehen. Auf jeden Fall hatten wir also so eine Theaterprobe . Besuch hatten wir auch, unser Kindergarten füllt sich mit Kindern, die auch Spaß haben wollen im Wald. Dazu schauen sie immer erst mal vorbei um uns kennenzulernen. Wir können ganz schön überzeugend nett sein. Sozialkompetent nennen die Großen das. Nicht, dass wir uns da nicht noch weiterentwickeln könnten. Fingerspiele, Geschichten und Lieder führen uns tief in die Adventszeit. Am Mittwoch üben wir noch mal unser Stück – das heißt jetzt Generalprobe. Ok, vielleicht sollten wir nicht die Requisiten anknabbern, weil wir die alte Semmel von der Ursula einfach noch brauchen aber den Rest lassen wir unangetastet. Schließlich sind wir Künstler und keine Wildkaninchen.

Dann ist die Adventsfeier am Donnerstagnachmittag. da. Sogar Spaziergänger bleiben an unserer Adventsspirale stehen und freuen sich an dem Gebilde aus Fichten-, Tannen – und anderen Zweigen, das man begehen kann. Jedes Kind bekommt ein Lichtlein, jede Familie hat Punsch und Plätzchen dabei. Wir Kinder gehen mit Ursula die Spirale ganz andächtig einzeln ab und zünden unser Teelicht an der großen Kerze in der Mitte an, dann setzen wir ganz still mit unserem Licht ein Zeichen und geben ihm einen Platz in der Spirale. Was denken Sie sich dabei an Symbolik?

Jetzt das Sterntalermärchen. Toll gemacht! Zufrieden sind wir alle. Ganz leise, in adventlicher Stimmung, gehen wir durch den dunklen Wald nach Hause.

 

Wochenbericht  21. – 25.11.2011

Diese Woche stand ganz unter dem Zeichen der Vorbereitungen für unsere Märchenaufführung im Wald am 1. Dezember. Das heißt wir haben uns in die Sterntalergeschichte hineingearbeitet. Ok, es ist  nicht immer ganz einfach zu verstehen, warum wir die alte Semmel nicht annagen sollen, die das  Brot sein für den Bettler sein soll oder warum das mit dem Verkleiden sein muss. Am richtigen Outfit für das Sternenmädchen müssen wir auch noch arbeiten – wir sagen nur: Wald und kalt. Aber das kriegen wir hin. Das Problem mit den Glitzersternen haben wir schon gelöst. Ursula ist gut!  Wir werden von Caroline gestaltet eine Adventsfeier haben mit einer Adventsspirale, mit Plätzchen und mit Punsch. Still wird es sein und unseren Eltern und uns eine Einstimmung auf die Zeit des Advents geben, in der wir auf die Ankunft warten. Von wem, das dürfen Sie jetzt selber raten, das hängt ganz von der Einstellung der Eltern ab, aber der Weihnachtsmann ist es nicht, das Christkind schon eher, obwohl das ja nur für Geschenke und ausschließlich dafür da ist. Ob wir schon checken, dass das Christkindl verflixte Ähnlichkeit mit der Mama hat? Oder dem Portemonnaie vom Papa? Vielleicht werden wir uns mal Gedanken darüber machen, wenn sich jemand Zeit nimmt im Wald ein wenig zu philosophieren mit uns. Das können wir nämlich schon ganz gut,  wenn wir so durch die Lichtungen streifen. Traut uns ruhig was zu!

Am Donnerstag haben wir mal eine Pause gebraucht von all den Vorbereitungen und einen großen Ausflug über die immer noch herbstlichen Felder gemacht. Wir staunen täglich über die Form von Natur und Vielfalt und Unterschiedlichkeit und Inspiration, dieselbe Landschaft in immer neuem Kleid. Dabei bewegen wir uns, werden ausdauernd .. und zufrieden. Das verarbeiten wir künstlerisch. So zum Beispiel am Freitag, wenn die Eindrücke noch nachwirken und wir mit Papier und Farbe , mit Vogelhäuschen und Adventskalenderbaum in unsere kreativen Potentiale hineinschauen. 

Wochenbericht  14. – 18.11.2011

Am Montag war unser großer Tag! All das Rindensammeln, Martinsliederlernen, Laternenbasteln und sich vorfreuen hat sich gelohnt. Am Nachmittag gingen wir als eine große Waldfamilie mit allen Gruppen in dem und um den Waldkindergarten an den Karlsfelder See um unser Lichterfest zu feiern. Es war so schön dass unsere Eltern und viele Großeltern und Bekannte dabei waren. Manche von uns hatten auch ihre Freunde mitgebracht. Ursula las uns ein Gedicht vor, wir sangen unsere Lieder, veranstalteten einen kleinen Umzug mit Schauspiel und ließen dann die Rindenschiffchen mit den Kerzen schwimmen. Die mussten wir zwar gegen die Schwäne verteidigen und die Kerzen nachher retten, weil die dummen Viecher versucht hatten sie zu fressen! Wieder was gelernt, auf jeden Fall haben wir unsere wunderbaren Kerzen zum Wiederverwerten und die Schwäne keinen verdorbenen Magen!

Die Marlene hat uns zum Abschluss des Themas noch ein richtig lustiges Buch vorgelesen und zwar vom „Räuber Ratte“, der sich so gar nicht wie St. Martin verhält und immer alles von den Leuten haben will. Der landet dann ihn einer Höhle, weil keiner mit ihm zusammen sein will, kommt aber dann auch wieder raus, Gott sei Dank. Na ja, besser also, sein eigenes Sach` beinander zu halten, zu teilen und wenn man was haben will vom anderen, diskutieren lernen….

Wie wir das Fest fanden, haben wir in einer Malaktion am nächsten Tag verarbeitet.

Mittwoch haben wir Obst geschnitten, Caroline hat uns ein neues Lied von den Katzentatzen mitgebracht und wir haben ein Vogelhäuschen  angefangen, gut dass wir einen Schreiner als Papa haben, der kann es uns noch wetterfest zusammenkleben.... Matthias Schwester Amanda O-Ton hat als Schreinerkind gleich erkannt "da sieht man ,dass es selbst gemacht ist" So soll`s ja sein, wir wollen so viel wie möglich selbst erleben und machen – Primärerfahrungen machen, heißt das bei unseren Erziehern und so wollen wir mit den Jahreszeiten laufen und im November jetzt vorbereiten, dass wir die Vögel im Winter mitversorgen können. Wir werden erst das Vogelhäuschen fertig machen und dann lernen, wie man eine Futterstelle mit Kernd`l und so macht und was die Tiere im Winter brauchen und wie wir helfen können. 

Mensch, dann rennt die Andrea jetzt schon immer mit einer roten Plüschbommelmütze herum, damit wir ja nicht vergessen, dass die nächsten Feste schon winken : unsere Adventsfeier am 1.12. und der Nikolaus am 6.12. Dafür haben wir unser Waldsofa erst mal mit Zweigen gepolstert, die wir gesammelt haben. Das Märchen von den „Sterntalern“ führen wir dann auf. Uns wird es wirklich nicht langweilig!

 

Wochenbericht  7. – 11.11.2011

Meine Güte, hatten wir viel zu tun vergangene Woche. Fingerspiele zum Thema Sterne und St. Martin haben wir gelernt … die machen wir ja immer noch gerne, wir konzentrieren uns dabei, lernen Rhythmus und Reim und unseren St. Martin haben wir sowieso gern. Teilen und arme Leute versorgen ist was, was wir von Natur aus im Herzen haben, wir brauchen nur ab und zu ein Vorbild von außen, damit wir wieder daran denken.

Vielleicht wussten Sie's schon, dass der gute Martin schon vor 1614 Jahren gestorben ist. Dass sich dreißig Jahre vorher seine denkwürdige Begegnung mit dem Bettler zutrug, der sich laut christlicher Legende als Christus persönlich entpuppte, dem er seinen Mantel in bittrer Winternacht zur Hälfte schenkte.  Also kann es sich unter Umständen richtig lohnen, einem armen Menschen zu helfen, wer weiß, wer sich dahinter verbirgt. Denken Sie nur an König Drosselbart. Sicherlich wissen Sie auch, dass der gute Martin ob seiner Wundertaten und Mildtätigkeiten so sehr vom Volke in Tours/Südfrankreich gebeten wurde sein Bischof zu werden, dass sie ihn regelrecht verfolgten und der arme Kerl sich auf der Flucht in einem Stall voller Gänse verbarg. Klar, dass die den Schnabel nicht hielten und ihn verrieten. So kommt die Martinsgans in unser Leben.

Haben uns übrigens alles Ursula erzählt und die Carolin. Spielen durften wir das dann auch noch, damit wir uns was Gscheit`s merken für unser Leben. Könnt ja mal sein, dass wir in die Verlegenheit kommen, einen Mantel zu viel zu besitzen, müssen ihn ja nicht gleich ruinieren….

Einladungen für unser St. Martins -  Fest am 14.11. in Form von Ganserl haben wir geschnitten und bemalt und unseren Eltern gegeben. Damit die halt nicht gar so viel vergessen… wie wir zum Beispiel öfter unsere Handschuhe auf dem Waldboden. Das ist eine Geschichte mit der wir gerne unsere Erzieherinnen beschäftigen. Eigentlich haben sie uns schon beigebracht unsere sieben Sachen zusammenzuhalten, wir gehen nur immer mal wieder gerne auf die Suche, wenn wir etwas verlegt haben.. so wie einen Schatz.  Rinde sammeln für die Lichterschiffchen  zum Lichterfest am Karlsfelder See war dann angesagt. Wir finden das schon erstaunlich wie viele verschiedene Dinge wir mit Rinde anfangen können. So und jetzt zum Wochenende können wir aber endgültig alle wichtigen Lieder auswendig.

Das Highlight der Woche war unbestritten unser Theaterbesuch in der Friedenskirche anlässlich der Dachauer Theatertage.  „Vater Bär komm spiel mit mir“ haben wir angeschaut und genossen. Da musste Vater Bär auch gleichzeitig Mutter Bär sein, weil er keine dazu hatte für die kleine Maus und er hat sich sehr angestrengt und das doch ganz gut hingekriegt. Manch einer von Ihnen kennt diese Art von Leben und wird das genauso gut machen wie Vater Bär. Wir sind übrigens super still gewesen und konzentriert, ganz so, wie das wissenschaftliche Untersuchungen über Waldkindergartenkinder  als besondere Fähigkeit herausgefunden haben. Diese Statistiken haben wir bestätigt.

Hinterher durften wir noch in der Hauptstelle der  Bibliothek in der alten Postschule Brotzeit machen - danke Frau Saulich -und haben mit Andrea, Carolin und Marlene erforscht, was so eine Kinderabteilung in der Bibliothek alles zu bieten hat. Hat unser Wohlwollen gefunden, da geh'n wir wieder mal hin. Vielleicht mal, wenn's Wetter zu greislich  für draußen ist…

 

Montag, 17.10.11
Ursula erzählt uns das Märchen " Die freigebige Königskerze". Haben wir schon erwähnt, dass sie eine Ausbildung zur Märchenerzählerin hat? Geht es uns nicht gut? Das Thema des Märchens möchten Sie wissen? Das ist sehr schön, jetzt im ausgehenden Herbst: da brauchen die Insekten vor dem Winter Futter und die miese Gladiole lässt sie einfach nicht essen. Wie gut, dass die Königskerze verstanden hat, dass sie mit dem, was sie hat, nämlich sich selbst, den Insekten helfen kann den Winter zu überstehen, wenn sie selbst das schon nicht können wird. Lernen wir da nicht etwas über das Miteinander der Generationen wie es sein sollte? Natur kann so philosophisch sein! Die Kindergartenpostrollen haben wir in Form von Pringlesdosen ( erst zu leeren, mmh.)beklebt und selbst hergestellt und Kastanien sortiert für größere Projekte.

Dienstag, 18. 10.11
Wir basteln uns mit Ursula Zählketten mit Perlen, weil wir unser Zahlenverständnis trainieren wollen. Mit den Kastanien von gestern basteln wir alles Mögliche. Fein- und Grobmotorik mit Ergebnis ist hier die Devise.

Mittwoch, 19.10.11
Heute erzählt uns Ursula das Märchen vom "Sterntaler". Das kennen Sie doch bestimmt. Ursula hat uns eine Version herausgesucht, die ein wenig anspruchsvollere Sprache hat, denn mit unserem Grundwortschatz sind wir ganz schön gut drauf. Das heißt, wir können ohne Training schon was. Danke an unsere Eltern. Das haben sie gut gemacht!!!! Ihre bestimmt auch, darum müssen wir Ihnen das "Sterntaler"- Geschichtlein ja nicht noch mal erklären. Wir machen unser Waldsofa bewohnbar. Sie wissen nicht, was das ist? Dann kommen Sie doch am Mittwoch, 26.Oktober zum Tag des Offenen Waldes. Da zeigen wir Ihnen, wie wir so einen Kindergartenvormittag in der Krippengruppe und bei uns Kindergartenkindern leben. Da können Sie unser Waldsofa selbst ausprobieren.

Donnerstag, 20.10.11
Wir machten einen Ausflug in den Fichtenwald, der heute trotz Ansage von Regen, nach einem kurzen Schauer so schön bemoost in verschiedenen Grüntönen im Sonnenlicht schillerte, dass man jeden Moment einen kleinen Waldtroll oder mindestens ein Einhorn hätte erwarten können. Was haben wir Jungs gemacht? Eine Rakete aus einer liegenden Birke und unser Lino saß auf einem Ozeandampfer in Form eines grau glänzenden Baumstumpfs. Wir glauben, dass wir doch ein paar Mädchen in die Jungentruppe brauchen.Also unsere Erzieherinnen waren fleißig dabei Rinde und Moos zu sammeln, damit wir am Tag des Offenen Waldes auch genug zum Basteln mit Ihnen haben. Später haben wir dann mit den Minizwergen zusammen, die uns jeden Tag besuchen kommen, und Andrea ein Musikstündchen gehalten und uns in die musikalische Früherziehung begeben. Ganz schnell mal haben wir Ritter Rost- Lieder gelernt, weil einer von uns das Liederbuch dabei hatte. Das war schön, dabei haben wir ein bisschen Instrumentenkunde über die Gitarre betrieben und Gehörbildung betrieben. Es ist spannender eine Gitarre nach Gehör zu stimmen, als mit einem Stimmgerät.

Freitag, 21.10.11
O je, was war heute für ein Tag? Wir waren ein bisschen sehr genervt voneinander, kommt ja mal vor unter Freunden, aber deshalb haben wir trotzdem nicht so gut angefangen. Ständig mussten wir ermahnt werden und wir durften natürlich nicht mit Stöcken auf uns einschlagen. Dafür haben wir mit Andrea gekämpft, wir durften mit ihr kämpfen und sie hat uns ein paar gute Regeln dafür gegeben ..und mit unserem Mäusefäustchen sind wir ihr nicht gefährlich geworden. Na, die soll nur mal fünf Jahre warten. Ob die Blocks dann auch noch helfen? Wer weiß, was wir dann alle für Sportarten betreiben.

So, dann also bis zum Waldtag am Mittwoch. Wir freuen uns auf Sie.

Montag, 24.10.
Am Montag habe wir unseren Tag der offenen Tür vorbereitet. Nein, wir haben ja keine Wände sondern nur unser schönes Waldgatter, das ein bisschen so aussieht, als ginge es dadurch in einen Saloon. Na ja, manchmal geht`s bei uns ja auch zu wie im Wilden Westen, ehrlich. Also nannten wir das Ereignis Tag des Offenen Waldes. Stimmt ja auch, die grünen Bäume sind unsere Wände. Unser tolles Gatter können Sie sich jederzeit mal anschauen. Unsere Betreuer sind auch ausgebildete Künstler und echte Profis in dem, was sie machen.

Dienstag, 25.10.
Am Dienstag entwickelt sich, ohne dass uns jemand anleitet, ein Konzert aus den Töpfen und von uns improvisiert hergestellten Schlaginstrumenten. Das war aufführungsreif und das wollen wir immer mehr erleben hier im Wald, dass wir uns als Gruppe zusammenfinden und kreativ werden in den verschiedenen Lerngebieten aus uns selbst heraus. Das ist am Nachhaltigsten und wir geraten in den sogenannten “Flow“, das haben Sie bestimmt schon mal gehört, das bedeutet, dass man mit dem was man kann und möchte gerade ein echtes Erfolgserlebnis hat, weil es so schön klappt und man hat Lust auf mehr Lernen. Wir hoffen ja für Sie, dass Sie auch so was erfahren dürfen. Bei uns im Wald läuft so was ganz entspannt ab. Ohne Wände, die Lärm vervielfältigen und Erziehern und Kindern, die Nerven zerrütten. Der Wald nimmt das Zuviel einfach in sich auf.

Mittwoch, 26.10.
Am Tag des Offenen Waldes hatten wir echt Spaß. Wir zeigen uns unseren Gästen, bauen Rindenschiffchen und Kastanienmanderl, bekommen von Ursula mit einem schön gedeckten Märchentisch das Märchen von den Sterntalern erzählt, das Ihnen bestimmt geläufig ist. Man baut uns ein flexibles Klettergerüst aus Seilen, mit dem wir Spaß haben.

Donnerstag, 27. 10.
Wir sammeln schon wieder was: Blätter für die Sankt Martinslaternen. Hoffentlich finden wir noch welche.

Freitag, 28.10.
Wir lassen entspannt die Woche ausklingen und toben, machen Musik, basteln und freuen uns unseres Lebens. Das Wochenende mit Mama und Papa winkt uns und darauf freuen wir uns.